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Trojan und Trojan II Dichtscheiben

Trojan‑Dichtungen sind der neueste Stand der Technik bei der nahezu leckagefreien statischen Abdichtung. Das Elastomer-Dichtring ist in dem elektrisch isolierten Dichtungsträger eingekapselt. Die Verkapselung des Dichtrings erlaubt nur eine Mikroexposition der Dichtung gegenüber aggressiven Umgebungen wie Feuer, Chemikalien und korrosiven Flüssigkeiten.
Trojan Standard-Dichtscheibe

Vorteile der Trojan‑Dichtungen

  • Kann mit nicht miteinander passenden Flanschen verwendet werden
  • Kann bei falsch ausgerichteten Flanschen verwendet werden
  • Kann anstelle von Ring‑Joint‑Dichtungen verwendet werden
  • Geringes Anfangsdrehmoment erforderlich
  • Kein Nachziehen der Schraubenverbindungen erforderlich
  • Dichtring kann nicht weggelassen werden
  • Dichtungsausführung ist für hohe Drücke getestet
  • Wiederverwendbar
  • Konkurrenzfähiger Preis
  • Begrenzte exponierte Fläche der Dichtung (lange Brenndauer)
  • Kompensiert Druckschwankungen, Kompressionsänderungen, Vibrationen, Temperaturschwankungen usw.
  • Dichtungsdurchmesser bis DN3600 (144″)
  • Niedrige Installations- und Wartungskosten
  • Große Auswahl an Materialien verfügbar
  • Drei- bis viermal höhere Durchschlagsfestigkeit als erforderlich
  • Erheblich verringert menschliche Fehler bei der Installation

Funktion von Trojan und Trojan II Dichtscheiben

Trojan Dichtscheiben
Trojan II Dichtscheibe
Der kontrollierte Einschluss des Elastomer-Dichtrings innerhalb des Dichtungsträgers macht die Füllung von 92 % bis 94 % des Rillenvolumens möglich. Eine konsistent kontrollierte Druckabdichtung kann immer ohne enorme Schraubenkräfte erreicht werden. Geringere Belastungen ermöglichen eine geringere Flanschdicke mit kleineren Kreisen und kleineren Schraubenlöchern.
Der Querschnitt der Dichtscheibe zeigt das Elastomer-Dichtring, wie es vor der Kompression zwischen den Flanschen aussieht. Diese Kompression gewährleistet die Verkapselung und ausfüllt den Hohlraum der Rille mit der Dichtungselement, so dass die eigentliche Dichtung nur in äußerst geringem Maße feindlichen Einflüssen von innen oder von außen ausgesetzt ist.
Zu oft entstehen schwierige Dichtungssituationen durch nicht passende oder falsch ausgerichtete Flansche. Eine schnelle und kostengünstige Lösung ist die Dichtscheiben Trojan und Trojan II. Die Trojan‑Serie, die auch anstelle von beschädigten oder fehlenden RTJ‑Dichtungen verwendet wird, bildet eine schnelle, statische Abdichtung und ist oft die vernünftige Alternative zum Flanschaustausch.

Anwendungsbeispiele von Trojan und Trojan II Dichtscheiben

Abdichtung einer Fehlausrichtung mit Trojan-Dichtung
Trojan-Dichtung statt einer fehlender oder defekter RTJ-Dichtung
Abdichtung einer Fehlausrichtung mit Trojan II-Dichtung

Trojan Duplex Doppeldichtung

Vier Dichtringen auf der Trojan Duplex-Dichtscheiben gewährleisten die Integrität der Abdichtungsfähigkeit einer bereits bewährten zuverlässigen Dichtung. Für Bereiche, in denen absolute Leckfreiheit ein Muss ist, arbeitet die Duplex-Dichtscheibe Trojan doppelt so hart.
Trojan-Duplex-Dichtung-Querschnitt
Die Verwendung von Dichtscheiben mit Doppeldichtungen hat vor allem zwei Gründe:
  • Wenn die Flanschflächen leicht außerhalb der Toleranz liegen, erhöht die zweite Dichtung die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Abdichtung.
  • Die Duplex-Dichtungen können helfen, wenn eine Rille an der Flanschoberfläche vorhanden ist oder eine Änderung der Innendurchmesser des Flansches erwartet ist. Wenn einer der Dichtringe nicht zusammengedrückt wird, reicht der andere aus, um eine vollständige Abdichtung zwischen den Flanschen zu erreichen (wie bei früheren Anwendungen, bei denen Doppeldichtungen nicht üblich waren).
Trojan-Duplex-Doppeldichtung

Dichtungsträger

Werkstoff Markierung nach NEMA Markierung nach EN 60893 Kontinuierliche Betriebstemperatur Wasseraufnahme Dielektrische Werte Zugfestigkeit Druckfestigkeit Biegefestigkeit
Phenolharzlaminat auf Leinwandbasis CE −59 … +125 °C 2,00 % 217 kV/cm 76 MPa 234 MPa 121 MPa
Glasfaserverstärktes Phenol‑Formaldehydharz‑Laminat G−3 PF GC 301 −59 … +175 °C 2,00 % 148 kV/cm 290 MPa 524 MPa 379 MPa
Glasfaserverstärktes Silikonharz‑Laminat G−7 SI GC 201 −59 … +220 °C 0,19 % 138 kV/cm 172 MPa 276 MPa 128 MPa
Glasfaserverstärktes Epoxidharz‑Laminat G−10 EP GC 201 −129 … +150 °C 0,10 % 315 kV/cm 352 MPa 455 MPa 448 MPa
Glasfaserverstärktes Epoxidharz‑Laminat mit Neopren‑Beschichtung G−10N −51 … +115 °C 0,10 % 315 kV/cm 352 MPa 455 MPa 448 MPa
Glasfaserverstärktes Epoxidharz‑Laminat G−11 EP GC 203 −129 … +205 °C 0,08 % 217 kV/cm 296 MPa 400 MPa 400 MPa
Phenolharz‑Papierlaminat mit Neopren‑Beschichtung XPN −51 … +115 °C 1,50 % 236 kV/cm 124 MPa 310 MPa 200 MPa
Phenolharz‑Papierlaminat XP −54 … +130 °C 1,50 % 236 kV/cm 124 MPa 310 MPa 200 MPa

Dichtringe

Werkstoff Beständig gegen Nicht beständig gegen Betriebstemperatur
NBR Acrylnitril-Butadien-Kautschuk Hydrauliköle, Wasserglykole und Öl-Wasser-Emulsionen, Mineralöle und Mineralölprodukte, tierische und pflanzliche Öle, Kohlenwasserstoffe, Kraftstoffe (Benzin, Heizöl), Wasser bis ca. 70 °C, Luft bis 90 °C hohe Temperaturen, Ozon, UV-Belastung und Wetter −51 … +115 °C
FKM (Viton) Fluorkohlenstoff-Elastomer hohe Temperaturen, Ozon, Sauerstoff, Mineralöle, synthetische Hydraulikflüssigkeiten, Kraftstoffe, Aromate, viele organische Lösungsmittel und Chemikalien Heißwasser und Wasserdampf, polare Lösungsmittel, Glykol-basierte Flüssigkeiten, heiße Flüsssäure oder Chlorsulfonsäure −59 … +204 °C
EPDM Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk Alterung (auch bei UV-Belastung), Ozonbelastung (Außeneinsatz), Heißwasser und Wasserdampf, verdünnte Säuren und Laugen, Silikonöle, Alkohole, Ketone, Bremsflüssigkeiten auf nicht mineralölhaltiger Basis Mineralölprodukte, Lösungsmittel, Kraftstoffe −40 … +121 °C
PTFE Polytetrafluorethylen nahezu alle organischen und anorganischen Chemikalien elementares Fluor unter Druck oder bei hohen Temperaturen, Fluor-Halogen-Verbindungen und Alkalimetallschmelzen −254 … +232 °C
 

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